Grundsätze

Im Jahr 2008 hat der Bundestag die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert. Damit verändert sich auch für das deutsche Schulwesen die Sichtweise, mit der behinderte Kinder unterrichtet werden. Wir leisten einen schritt­wei­sen Beitrag zu diesem Umbau.

Zunehmend werden Kinder und Jugendliche mit sonder­pädagogischem Förderbedarf als dazu gehörend betrachtet. Für den schulischen Bereich ist mit der Behinderten­rechts­konvention der Begriff der “Inklusion” eingebracht worden. Dabei soll dieser Begriff ein Umdenken im Umgang mit behinderten und nicht­be­hinder­ten Menschen bewirken. So soll sich der Fokus von der bisher mehr oder weniger praktizierten Integration hin zur Inklusion entwickeln. Denn während Integration bedeutet, behinderte Menschen in vorhandene Strukturen ein­zu­passen, meint Inklusion umgekehrt die Anpassung der Bildungs­institutionen an die Bedürfnisse behinderter Menschen.

Mit der neuen Begrifflichkeit soll sich also ein Perspektivwandel vollziehen. Für den schu­lisch­en Bereich sind die Bestimmungen zu § 24 (Bildung) von Bedeutung. Die Behinderten­rechts­konvention betont hier insbesondere das Recht behinderter Menschen auf Zugang zu einer integrativen Beschulung in Grundschulen und in weiterführenden Schulen.